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Aktuelles

Neubaumaßnahme II der Baugenossenschaft Maintal eG

Die Baugenossenschaft Maintal eG hat im Jahr 2016 ein Grundstück Ecke Beethovenstr./ Kolpingstr./ Hasengasse in Dörnigheim mit einer Fläche von
rd. 1.300 qm erworben.

Die Planungen zur Umsetzung dieses Neubauvorhabens, der zukünftigen Kolpingstr. 2-4, sind finalisiert und der Rohbau ist fertig gestellt. Gerne stellen wir Ihnen an dieser Stelle die Eckdaten der Maßnahme vor.

Der Baukörper wird als leicht geschwungene L-Form konzipiert und nimmt hierdurch den Straßenverlauf der Beethovenstr. bzw. Hasengasse auf. Die beiden aneinanderhängenden Gebäudeteile werden jeweils mit einem eigenen Treppenhaus ausgestattet, um hierdurch eine mögliche Geräuschkulisse deutlich zu minimieren. Im rückwärtigen südlichen Grundstücksbereich wird ein offener parkähnlicher Charakter mit Gemeinschaftsflächen umgesetzt. In diesem Bereich werden auch die beiden Haupteingänge angeordnet. Zur besseren Erreichbarkeit der Kfz-Stellplätze u. a. werden zwei zusätzliche Nebeneingänge straßenseitig angeordnet.

In den beiden Gebäudeteilen werden insgesamt 15 Wohnungen errichtet, die alle ausgestattet sind mit Tageslichtbädern, Balkon bzw. (Dach-)Terrasse oder Loggia.

Die Erdgeschosswohnungen werden barrierefrei erstellt. Um unseren Mitgliedern ein möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen Wohnungs- und Zimmergrößen anbieten zu können werden 2-, 3- und 4-Zimmerwohnungen erstellt. Letztere insbesondere um den geänderten Nachfrageverhalten unserer Mieter, bei denen sich der Wohnraumbedarf aufgrund einer veränderten Familiensituation geändert hat, gerecht werden zu können. Denn sehr gerne möchten wir zunehmend diesem Personenkreis eine wohnliche Perspektive außerhalb des Wohneigentums anbieten. Die Wohnungsgrößen werden ca. 55 qm bis ca. 100 qm aufweisen.

Zur Reduzierung der von den zukünftigen Mietern zu tragenden Betriebs- und Heizkosten wird nach derzeitigem Planungsstand - analog zu unserer Baumaßnahme I "Kolpingstr. 3" -  das Objekt mit einer Solarthermieanlage zur Heizungs- und Warmwasserunterstützung errichtet.

Darüber hinaus werden auf dem Grundstück die erforderlichen Fahrrad- und Kfz-Stellplätze sowie ein Kinderspielplatz untergebracht.

Der Baubeginn erfolgte am 18.03.2019; die Fertigstellung des Rohbaus ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Zur Zeit sind die Holzbau- und Dachdeckerarbeiten in der Durchführung. Parallel hierzu werden die bodentiefen Fenster bis Anfang Dezember eingebaut. Im Anschluss erfolgen erste Innenausbauarbeiten.

 

Maintal, im November 2019


Modernisierungsmaßnahme Amselweg 2, Maintal

 

Im Juli 2019 wurde mit unserer energetischen und baulichen Sanierungsmaßnahme im Amselweg 2 in Bischofsheim begonnen. Die Sanierung dieses Objektes stellt den Startschuss unserer Modernisierungsstrategie im Maintaler Stadtteil Bischofsheim dar. Die Planung des im Jahr 1968 errichteten Gebäudes mit 7 Wohneinheiten sieht die Erneuerung und Dämmung des Daches sowie der Fassade, den Austausch der Fenster und Balkontüren, (elektrische) Rollläden und eine neue Hauseingangstür einschl. Klingel- und Gegensprechanlage, die Erneuerung und damit verbundene Vergrößerung der Balkone sowie die Neugestaltung des gesamten Außen- und Eingangsbereiches, vor. Im gleichen Zug haben wir uns dazu entschlossen, die Heizungsanlage von Nachtspeicheröfen auf eine Luft-Wärme-Pumpe mit Gasbrennwertunterstützung umzustellen. Darüber hinaus wird die elektrische Anlage und andere Versorgungsmedien überprüft und auf den aktuellen technischen Stand gebracht. Die Dachfläche des Objektes wird mit einer Photovoltaikanlage zur Erzeugung elektrischen Stroms ausgerüstet. Auch hier werden unsere Mieter die Option bekommen, Strom vom eigenen Dach im Rahmen des sog. Mieterstrommodells zu beziehen. Die Planungen der energetischen Sanierung unseres Bestandsobjektes sind darauf ausgerichtet die vergleichsweise hohen energetischen Anforderungen und Vorgaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum KfW-Effizienzhaus 70 zu erfüllen. Nach derzeitigem Planungsstand soll die Maßnahme im Dezember 2019 überwiegend fertig gestellt sein. Im Anschluss wird die Modernisierungsstrategie im Drosselweg 2 (voraussichtlich ab März 2020) sowie nachfolgend im Finkenweg 2 fortgeführt werden.

 

Modernisierungsstand 14.11.2019

Die Kanalleitungen im Aussenbereich wurden bereits erneuert sowie die auskragenden Balkone von der Fassade abgeschnitten und entsorgt. Die Dämmung der Kellerdecken ist abgeschlossen. Die neue Heizanlage (Luft-Wärme-Pumpe mit Gas-Brennwertunterstützung) wurde nach Rückbau der Nachtspeicheröfen in Betrieb genommen. Die Dacharbeiten, d. h. die Dämmung, Abdichtung und Neueindeckung des Daches, teilweiser Rückbau nicht benötigter Kamine sowie Erneuerung der Dachfenster und Anbringung eines Schneefanggitters sind abgeschlossen. Der Austausch der Fenster sowie der Brandschutztüren im Kellerbereich ist erfolgt. Der Einbau der Fenster und tw. elektrischen Rollläden in den Wohnungen ist bis auf Nebenarbeiten beendet. Die Dämmung der Aussenfassade ist abgeschlossen. Am heutigen Tag wird mit der Errichtung der Photovoltaikanlage zur Erzeugung elektrischen Stroms, der fakultativ auch von den Mietern bezogen werden kann, auf dem Dach begonnen. Die Erneuerung der elektrischen Anlage im Zählerraum ist abgeschlossen. Das sog. Mieterstrommodell ist damit die 2 Anlage der Baugenossenschaft Maintal eG, neben der Anlage in der August-Bebel-Strasse (siehe unten). In der letzten Woche im November werden die neuen Balkone geliefert und aufgestellt. Wir arbeiten weiter daran, die Maßnahme von Weihnachten 2019 - bis auf Nacharbeiten- abschliessen zu können.


Dachsanierung und Mieterstromprojekt in der August-Bebel-Str. 23, Maintal

 

Für die 20 Wohneinheiten in der August-Bebel-Str. hat die Genossenschaft durch öffentliche Zuschüsse die Sozialbindung über den 31.12.2018 hinaus bis ins Jahr 2028 verlängert. Denn deutschlandweit hat sich die Anzahl der Wohnungen mit Sozialbindung seit dem Jahr 2002 von rd. 2,6 Mio. Einheiten auf rd. 1,3 Mio. Wohneinheiten im Jahr 2017 halbiert, eine nachhaltige Trendumkehr - insbesondere in den deutschen Metropolregionen - ist noch immer nicht erkennbar. Die bereits erhaltenen Zuschüsse hat die Genossenschaft umgehend zum Startschuss der baulichen und energetischen Sanierung verwendet.

Im Dezember 2018 wurde mit der Sanierung des Flachdaches in der August-Bebel-Str. 23, Maintal, begonnen. Die Dachhaut wurde erneuert und das Dach mit einer EnEV konformen Dämmung versehen. Die Sanierung des Daches ist zwischenzeitlich abgeschlossen; im Anschluss wurde eine Photovoltaikanlage zur Erzeugung elektrischen Stroms mit einer Leistung von ca. 35 kWp errichtet.

Unser Pilotprojekt: Mieterstrommodell

Dieses Mieterstrom-Angebot ist ein Kooperationsprojekt der Baugenossenschaft Maintal eG und der prosumergy GmbH. Die Genossenschaft finanziert und betreibt die Solaranlage, prosumergy kombiniert den Solarstrom aus der Anlage mit Ökostrom aus dem Netz und liefert diesen auf Wunsch (-> optional!) an unsere Mieter. Damit besteht für die Mieter des Objektes und für die Mieter der Genossenschaft im Allgemeinen erstmals die Möglichkeit, den Sonnenstrom von Ihrem eigenen Dach direkt zu nutzen.

Was ist überhaupt Mieterstrom?

Mieterstrom bedeutet, dass der Strom aus Solaranlagen auf dem Dach von Mehrfamilienhäusern direkt vor Ort von den Bewohnern genutzt und nicht – wie bisher üblich – in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Dazu wird eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert und immer, wenn Strom durch die Kraft der Sonne erzeugt wird, an die Verbraucher im Haus geliefert. Strom dort zu erzeugen, wo er auch gebraucht wird, ist sinnvoll, denn er muss nicht über weite Strecken transportiert werden. Wenn zusätzlicher Strom benötigt wird, zum Beispiel in der Nacht, wird Strom aus dem Netz bezogen.

Echte Energiewende: Sonnenstrom vom eigenen Dach

Mit dem Bezug des lokal erzeugten Sonnenstroms leisten wir einen Beitrag zur Energiewende. Denn der Strom wird genau dort produziert, wo er auch verbraucht wird – ohne Netzdurchleitung. Mit Mieterstrom kann die Energiewende auch in die Stadt kommen, dorthin, wo Energie benötigt wird. Außerdem weiss man, wo ein Teil ihres Stroms herkommt: Direkt vom eigenen Dach statt anonym aus der Steckdose.

Kostenersparnis

Ihr Strom ist nicht nur lokal, sondern auch günstig. Denn für den vor Ort verbrauchten Strom entfallen diverse Abgaben und Umlagen. Diese müssen nur für Strom aus dem allgemeinen Stromnetz gezahlt werden.

Teilhabe

Für hunderttausende Besitzer von Einfamilienhäusern gehört Solarstrom vom eigenen Dach bereits heute zum Alltag: Ein Teil des Stroms wird in den eigenen vier Wänden verbraucht und ersetzt damit den Strom aus dem öffentlichen Netz. Der Stromüberschuss aus der Solaranlage wird ins Netz eingespeist, wofür man die Einspeisevergütung erhält. Das rechnet sich, schützt vor steigenden Strompreisen, ist gut für die Umwelt – und macht wirklich Freude. Für Mehrfamilienhäuser und andere Mehrparteienimmobilien gab es diese Option bisher nicht. Wir machen genau das nun möglich! Mehrfamilienhäuser eigenen sich hervorragend für diesen Vor-Ort-Verbrauch von Strom. Stellen wir uns vor, dass die Bewohner eines Einfamilienhauses mit Solaranlage über den Tag gar nicht zu Hause sind. Somit können Sie den mittäglichen Sonnenschein nicht nutzen. Im Mehrfamilienhaus leben mehr Menschen mit unterschiedlichen Gewohnheiten: Der eine kocht um 12 Uhr, die andere erst später. So ist der Verbrauch insgesamt gleichmäßiger verteilt und so kann der vor Ort produzierte Strom besser genutzt werden.

Maintal, im August 2019